Pferdeausbildung

Einhändiges Reiten ist die Krönung der Klassischen Reiterei.

Ausbildung | Julia Thut | 02.05.2017

Unsere ganze Reitkunst basiert im Grunde genommen auf der einhändigen Reiterei. Historische Quellen – Abbildungen und Texte – zeigen und beschreiben fast ausschließlich einhändig geführte Pferde. Die klassische Reiterei folgt biomechanisch logischen, natürlichen Prinzipien die dem Pferd helfen, ins Gleichgewicht zu kommen um den Reiter möglichst lange und schadenfrei tragen zu können. Da unsere Reitkultur dem einhändigen Reiten entspringt und folglich darauf hin abzielt, kann ein Pferd, welches korrekt ausgebildet wurde, über kurz oder lang genauso einhändig geritten werden.

 

Die Seitengänge und der versammelte Schritt

Andreas Hausberger, Andrea Lipp, Seitengäbge

Ausbildung | Andrea Lipp | 09.03.2017

In der klassischen Reiterei werden Seitengänge im langsamen, versammelten Schritt geritten. Im Unterricht war eine Kundin verwirrt, da sie ihre Stute zwar sehr langsam in den Seitengängen geritten hat, aber nun das Feedback bekam, dass das Pferd so nicht korrekt über den Rücken arbeitet. Der Schritt war latschig, das Pferd führte die Seitengänge nicht korrekt aus, fiel über die Schulter, war nicht im Takt und ging nicht durch das Genick. Das Pferd ging zwar langsamen Schritt, war aber auf der Vorhand. Langsam heißt nicht automatisch versammelt.

Welches Gebiss passt zu meinem Pferd?

Ausbildung | Ilka Stehn | 18.01.2017

Die Voraussetzung für sensible und gefühlvolle Zügelhilfen bei einem zufrieden kauenden Pferdemaul ist ein passendes Trensengebiss. Aber welches Gebiss passt zu meinem Pferd und mir? Unzählige Angebote und verkaufsfördernde Beschreibungen machen die Auswahl schwer. Neben unterschiedlichen Materialien, Formen und Wirkungsweisen ist in erster Linie die Beschaffenheit des Pferdemauls zu berücksichtigen.

Zu bedenken ist die Länge der Maulspalte, die Position der Zähne, die Zunge, der Gaumen, die Laden und Lefzen, sowie der Abstand von Ober- und Unterkiefer und die Maulbreite. All diese Faktoren sind bei jedem Pferd individuell angelegt und müssen entsprechend individuell betrachtet werden.

Im Team unterwegs – der Reitbegleithund

Reitbegleithund, Hund und Pferd

Ausbildung Hund | Doris Florack / SK | 13.01.2017

Das Pferd satteln und Ausreiten. Entspannt die Natur genießen und dem Hund einen  Spaziergang der Extraklasse bieten. Doch was sich für viele traumhaft anhört, endet oft im Stress. Nicht selten wird von Zwischenfällen mit Wildtieren berichtet. Wer jetzt glaubt der Hund muss deshalb zu Hause bleiben irrt. Auch wenn Beutetier und Jäger aufeinander treffen und somit Flucht- und Jagdinstinkt sich begegnen, mit dem richtigen Training wird der Traum vom Reitbegleithund wahr.

Gebissloses Reiten Teil der neuen WBO 2018

News | SK | 14.12.2016

Der Beirat Sport der Deutsche Reiterliche Vereinigung verabschiedete in dieser Woche  die neue Leistungs-Prüfungs-Ordnung (LPO), Wettbewerbsordnung (WBO) und Änderungen der Aufgabenhefte, die ab dem 1. Januar 2018 gelten. Eine der Neuerungen in der WBO: Gebissloses Reiten soll künftig einen größeren Stellenwert erhalten.

Reiten mit Verbindung

Sabine Spandl

Ausbildung | Sabine Spandl | 05.12.2016

Ich verfolge in der Ausbildung des Reiters einen ganzheitlichen Ansatz. Zentrales Thema, könnte man sagen, ist die Verbindung. Damit meine ich keine romantisch-freundschaftliche Verbindung, sondern eine rein praktische: Von Reiterkörper zu Pferdekörper und umgekehrt. Wie einige andere Autoren bin auch ich der Meinung, dass der Reiter in seinem Körper fühlen muss, was er vom Pferd haben möchte. So habe ich beim Longieren erst ab da regelmäßig gute Ergebnisse erzielen können, als ich begonnen habe, mich in die (nötige) Körperspannung des Pferdes einzufühlen. Ich glaube mit der im Folgenden beschriebenen Horsemanship Grundübung einen für jeden nachvollziehbaren und umsetzbaren Einstieg in diese Materie geschaffen zu haben. In der Reitschule beginnen wir mit dieser Übung vom Boden aus, um die Verbindung zu entdecken, aufzubauen und um sie im Anschluss im Sattel wiederzufinden.

Der Schulschritt

Schulschritt, Stefanie Niggemeier

Ausbildung | Stefanie Niggemeier | 28.11.2016

Der Schulschritt gilt, wie auch die Schulparade, zu den sogenannten vergessenen Lektionen. Obwohl wir historische Abbildungen kennen, zum Beispiel Johann Elias Ridinger „Der Schritt gerade aus an der Wand rechts“ oder „Der schulgerechte Schritt an der Wand geradeaus“, ist die Arbeit mit dem Schulschritt nach Schließung der meisten Reitakademien im letzten Jahrhundert bis auf wenige Ausnahmen, auf die wir später noch zurückkommen werden, in der Reitliteratur und in den Reitbahnen nahezu ins Vergessen geraten. Und das völlig zu Unrecht, kann diese Lektion doch das Training des Pferdes und seine Gymnastizierung mehr als sinnvoll ergänzen und bereichern.

Streitpunkt – Zügelführung

Kristina Conrädel

Ausbildung | Kristina Conrädel | 07.11.2016

 

Philosophien auf dem Prüfstand

Hoch oder tief, breit oder direkt am Pferdehals anliegend – es gibt viele verschiedene Möglichkeiten der Zügelführung. Und ebenso viele Aussagen darüber, wie die Zügel am besten geführt werden sollten. Zeit, ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen!

Junge Pferde sanft anreiten – mit Körperspannung

Jutta Judy Bonstedt-Kloehn mit einem jungen Pferd

 

Ausbildung | Jutta Judy Bonstedt-Kloehn | 07.11.2016

 

Das Anreiten junger Pferde ist eine große Herausforderung. Ziel ist es, die Pferde an die Arbeit unter dem Sattel zu gewöhnen und ihnen dabei zu helfen, Takt, Losgelassenheit und Anlehnung zu entwickeln. Wer auf die perfekte Körperspannung des Reiters setzt, kann auf besonders sanftem Weg ein Pferd mit dem Gerittenwerden vertraut machen.

Equikinetic

Ausbildung | Michael Geitner | August 2016

 

Ein starker Rücken kennt keinen Schmerz!

Die neu entwickelte Trainingsform von Michael Geitner zum gezielten, schnellen Muskelaufbau mit vielen positiven Nebenwirkungen. Die perfekte Symbiose aus Longenarbeit und Intervalltraining!

Schnaubt Ihr Pferd ab?

Schnaubt Ihr Pferd ab

Ausbildung | Andrea Lipp | 08.09.2016

Losgelassenheit ist als Element der Skala der Dressurausbildung sehr vielen Reitern bekannt, aber woran erkennen Sie ob Ihr Pferd losgelassen ist? Was bedeutet Losgelassenheit? Losgelassenheit kann in die physische und psychische Losgelassenheit unterteilt werden.

Der Kappzaum – heißes Eisen oder sanftes Wundermittel?

Kappzaum

Ausbildung | Kristina Conrädel / Stephanie Sieckmann | 18.10.2016

Er ist schlicht konstruiert wie ein Halfter und dabei variabler als jedes Gebiss. Schon die alten Meister wie Baucher und Steinbrecht verwendeten ihn. Heute ist der Kappzaum vor allem als Hilfsmittel beim Anlongieren junger Pferde bekannt. Das auf den Nasenrücken einwirkende Eisen dieser Zäumung schreckt jedoch auch viele Reiter ab. Besonders die spanische Variante des Kappzaums, Serreta genannt, wird von einigen als unangemessen scharfes Hilfsmittel eingeschätzt. Grund genug die Arbeit mit dem Kappzaum unter die Lupe zu nehmen.