Warum klassisch-barock ?

klassisch-barocke Reitweise, BarockreitenCopyright: Hans Kuczka

Barockreiten | Andrea Lipp | 15.01.2019

Viele Reiter stellen sich die Frage was eigentlich klassisch-barockes Reiten ist und worin der Unterschied zur sogenannten herkömmlichen englischen Reitweise besteht. Vorab lässt sich sagen, dass die theoretischen Grundlagen beider Ansätze sich sehr ähneln. So bilden Reiter beider Disziplinen Ihre Pferde gemäß FN Skala der Dressurausbildung aus. Sie lehren den gleichen reiterlichen Sitz und vom Prinzip sind auch die verwendeten Hilfen die selben.

Worin unterscheidet sich aber die klassisch-barocke Reitweise?

  • Das Pferd als Individuum mit seinen Talenten und Fähigkeiten steht im Vordergrund. Die Dressur dient in erster Linie der Gesunderhaltung des Pferdes.
  • Der Schüler Pferd bekommt für seine Ausbildung die Zeit, die er benötigt. Die Ausbildung wird individuell auf das Pferd abgestimmt. Es gibt kein Standard-Schema und keinen Zeitdruck.
  • Wahrung der Harmonie zwischen Reiter und Pferd sowie Reiten mit feinsten reiterlichen Hilfen ohne Kraft und Druck haben oberste Priorität.
  • Seitengänge gehören bereits zur Grundausbildung des Pferdes und werden früher geritten.
  • Bodenarbeit wird parallel zur Arbeit unter dem Sattel eingeflochten und unterstützt optimal die Ausbildung.
  • Der reiterliche Sitz als Schlüsselfaktor für die störungsfreie Kommunikation steht im Zentrum und wird vom Ausbilder permanent in allen Aspekten weiter gefördert.
  • Die klassisch-barocke Reitweise ist geeignet für alle Pferderassen und verhilft Reitern aller Disziplinen zu einem Pferd, das als Partner, mit Spaß und hoher Motivation bei der Arbeit ist.
     

Über die Autorin:

Die klassische Reiterei ist die Passion von Andrea Lipp. Seit 2008 leitet sie im Bergischen Land bei Köln ihre Klassisch-Barocke Reitschule. Andrea Lipp ist Schülerin von Oberbereiter Andreas Hausberger, bei dem sie sich seit 2011 regelmäßig fortbildet. 

Mehr Informationen zu Andrea Lipp finden Sie hier: www.barock-reiten.de

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