Pferdegesundheit - Tipps und Ratschläge

Koppen beim Pferd

Koppen beim Pferd

Gesundheit | Rebecca |  10.11.2017

Um das Thema Koppen beim Pferd halten sich bis heute viele Mythen. Einer davon oder vielleicht sogar der größte Irrglaube: Koppen ist eine Krankheit. Denn beim Koppen handelt es sich um eine Verhaltensstörung, von der vor allem domestizierte Pferde betroffen sind. Bei Wildpferden ist bis heute kein Fall des Koppens bekannt.

Clippen - ein Sinnesorgan der Pferde wird "ausrasiert"

Gesundheit | Rebecca | 23.10.2017

Wer schön sein will muss leiden. Diesen Spruch übertragen wohl viele Reiter und Züchter auf ihre Pferde. Damit die Tiere vermeintlich bestmöglich auf Schauen und Turnieren präsentiert werden, schreckt man nicht einmal davor zurück, die empfindlichen Tasthaare an Maul, Augen und Ohren zu entfernen.

Das so genannte "Clippen" beschreibt das Abschneiden oder Rasieren der Tasthaare (Fibrissen). Es ist gemäß Paragraph 6 des deutschen Tierschutzgesetzes bereits seit fast 20 Jahren verboten. Auch in Österreich und in der Schweiz besteht dieses Verbot.

Auswirkung von Gebissen und Zügeln auf die Atmung von Pferden

Bei starker Bewegung verschließen Pferde das Maul, um das Eindringen von Luft in den Mundraum zu verhindern. Dadurch stabilisiert der erzeugte Unterdruck den weichen Gaumen (soft palate) bzw. das Gaumensegel und drückt es fest gegen die Zungenwurzel: So b

Gesundheit | Rebecca | 04.10.2017

In den letzten Jahren wurde wiederholt über die Einwirkung von Nasen- und Sperriemen auf die Atmung von Pferden diskutiert.

Die Wissenschaftler David J. Mellor und Ngaio J. Beausoleil vom Zentrum für Tierwohl-Forschung und Biotethik der Massey University in Neuseeland haben im Mai 2017 eine Analyse und Zusammenfassung des aktuellen Foschungsstandes zu diesem Thema veröffentlicht. In ihrer Meta-Studie „Equine Welfare during Exercise: An Evaluation of Breathing, Breathlessness and Bridles" befassen sie sich auch mit der ebenso wichtigen Frage nach dem Einfluss von Gebiss und Zügel auf die Atmung des Pferdes in der Arbeit.

Wenn ein Fohlen seine Geburt verschläft....

Dummy Foals

Gesundheit | Rebecca | 07.08.2017

Damit sich Fohlen im Laufe ihrer Entwicklung im Mutterleib nicht zu aktiv bewegen, wird ein spezielles Hormon produziert. Beginnt die Geburt, löst der Druck des Geburtskanals ein Signal im Gehirn des Fohlens aus, durch welches die Produktion dieses Hormons eingestellt wird. Somit kann das Fohlen direkt nach der Geburt aktiv werden, bei der Mutter trinken und als Fluchttier auch seine Beweglichkeit erproben.

Es gibt allerdings Fälle, bei denen der Geburtsvorgang so schnell abläuft, dass das Signal ans Gehirn zur Beendigung oben genannter Hormonproduktion ausbleibt. Das Fohlen verschläft sozusagen seine Geburt. Lebenswichtige Funktionen, wie z.B. der Saugreflex, bleiben aus. Weitere Anzeichen sind ein hängender Kopf, im Kreis oder rückwärts laufen und in der Luft kauen. Ohne tierärztliches Einschreiten verstirbt das Fohlen meistens in den nächsten Tagen oder Wochen.

Man spricht bei diesem Phänomen von einem Fehlanpassungssyndrom, die betroffenen Fohlen werden „Dummy Foals“ genannt.

Equines Metabolisches Syndrom (EMS)

Equines Metabolisches Syndrom EMS

Gesundheit | SK | 23.07.2017

Weidezeit. Das saftige Grün auf den Wiesen erfreut die Mägen unserer Vierbeiner. Doch die gehaltvolle Verlockung von üppigen Weiden birgt auch seine Schattenseiten. Aussagen wie "Mensch, dein Pferd ist ja pummelig!" oder "Der ist ja gut im Futter!", klingen in der Sommerzeit nicht selten durch die Ställe. Oftmals wird so eine Aussage leicht abgetan - was macht schon so ein kleiner Weidebauch? Der schadet ja nicht oder? Doch es ist Vorsicht geboten. Schnell kann der Weidebauch zu einer ernsthaften Krankheit, dem Equinen Metabolischen Syndrom, werden. Vor allem barocke Pferderassen neigen zu einer Veranlagung für die endokrine Stoffwechselerkrankung.

Infektiöser Anämie -
Mehrere Pferde in verschiedenen Bundesländern betroffen

Gesundheit | PR/FN | 12.07.2017

In den vergangenen Wochen wurden in Niedersachsen, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Bayern Fälle von Infektiöser Anämie offiziell registriert. Die zuständigen Behörden haben die gesetzlich vorgeschriebenen Maßnahmen zur Bekämpfung der Seuche ergriffen.

Die Übertragung der Viren, die die Infektiöse Anämie (Ansteckende Blutarmut bei Einhufern) auslösen, erfolgt vorrangig über stechende Insekten, die das Virus von einem infizierten Pferd auf ein empfängliches Pferd übertragen.

Immunsystem der Pferde verblüfft Wissenschaftler

Nicht-primate Hepaciviru

Gesundheit | TiHo - PR | 09.05.2017

 

Pferde sind in der Lage, das „Nicht-primate Hepacivirus“ auf natürliche Weise abzuwehren.

Pferde sind nach einer überstandenen Infektion mit dem Nicht-primaten Hepacivirus (NPHV) vor einer erneuten Infektion geschützt. Dies fand ein Team von Wissenschaftlern aus der Klinik für Pferde, dem Institut für Virologie und dem Institut für Pathologie der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) gemeinsam mit dem TWINCORE, Zentrum für Experimentelle und Klinische Infektionsforschung, heraus.

 

Atypische Weidemyopathie der Pferde

Berg-Ahorn

Gesundheit | CB | 10.05.2017

Der plötzlicher Weidetod ist im Frühling und Herbst ein Schreckgespenst für Pferdehalter.

 

In den letzten Jahren haben Meldungen über Fälle der atypischen Weidemyopathie immer wieder Pferdebesitzer in Angst und Schrecken versetzt. Schuld daran ist ein in den Samen und Sämlingen des Berg-Ahorns (Acer pseudoplantanus) enthaltenes Gift. Eine im Herbst 2015 veröffentlichte Studie bestätigte dies noch einmal.

Zeckenschutz für Hunde - Tipps und Tricks aus der Naturheilpraxis

Borreliose, Hund, Zeckenabwehr, Zecken

Gesundheit | Anke Jobi | 28.03.2017

Zeckenabwehr ist ein leidiges, stets gegenwärtiges Thema bei allen Hundehaltern. Dies besonders natürlich im Frühling, wenn die Zecken nach dem Winter wieder aktiv werden. Ab einer Temperatur von 7 Grad + etwa kann man mit den Plagegeistern rechnen, besonders feuchtes Wetter mögen die Zecken und kommen dann aus ihren Verstecken hervor.

 

Borreliose beim Pferd

Zecken, Borreliose

Gesundheit | SK | 27.03.2017

Der Frühling beginnt. Die Temperaturen steigen langsam wieder in den zweistelligen Bereich und die Weidesaison startet. Mit ihr startet allerdings auch die Zeit der Zecken. Ab Temperaturen über sieben Grad fühlen sich die Parasiten pudelwohl und treiben auf den Pferdewiesen ihr Unwesen. Im Speichel der Zecken warten jedoch unsichtbare Feinde: die Borrelien.

 

Traditionelle Chinesische Medizin für Pferde

Gesundheit | Ulrike Hoehn | 20.12.2017

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) ist eine Jahrtausende alte Heilmethode. Erste Aufzeichnungen über die Anwendung bei Pferden, die in den Kriegen als Reit- und Lasttier genutzt und auch medizinisch versorgt wurden, stammen aus der Zeit um 650 vor Christus. In Europa ist diese Behandlungs-Methode für den Bereich der Pferde-Gesundheit erst vor wenigen Jahren wieder entdeckt worden. Seitdem begeistern Anwendungen der TCM wie zum Beispiel die Verwendung von Akupunktur-Nadeln und Moxakegeln immer mehr Pferdebesitzer.

Nicht-primates Hepacivirus: Stuten können Fohlen infizieren

Nicht-primates Hepacivirus: Stuten können Fohlen infizieren

Gesundheit | PR (TiHo) | 25.01.2017

Studie untersucht Übertragungswege und Infektionsverlauf

 

Wissenschaftler der Klinik für Pferde der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) zeigten zusammen mit Forschern des TWINCORE, Zentrum für Experimentelle und Klinische Infektionsforschung, dass das Nicht-primate Hepacivirus (NPHV) von Mutterstuten auf ihr Fohlen übertragen werden kann. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie im Fachmagazin Journal of General Virology.

Mondblindheit

Gesundheit | SK | 20.11.2016

Oculus lunaticus- Schon in der Antike war die Krankheit der Mondblindheit bekannt. Plinius der Ältere soll als einer der ersten die periodischen Augenentzündung beim Pferd beschrieben haben. Damals schob man die wiederkehrende Symptomatik noch der Kraft des Vollmonds zu, heute herrscht hingegen Einigkeit, dass es sich um eine Reaktion des Immunsystems auf eine Infektion mit Leptospiren handelt. Doch noch immer leiden acht bis zwölf Prozent des weltweiten Pferdebestandes an dieser Form der Augenkrankheit.

Sorgenfalten bei Pferden

Augenfalten und Emotionen bei Pferden

PR |  Universität Bern | 04.11.2016

Eine der grössten Herausforderungen der Tierschutzforschung liegt darin, zuverlässige Indikatoren für Leiden und Wohlbefinden bei Tieren zu etablieren. Forschende der Universität Bern und von Agroscope haben ein Bewertungssystem entwickelt, mit dem sich die unter Pferdekennerinnen und -kennern auch «Sorgenfalten» genannten Hautfalten oberhalb des Augapfels zuverlässig bewerten lassen. Die Studie ist in PLOS One erschienen.

Feldenkrais für Reiter - Gesundheitsvorsorge fürs Pferd!

Feldenkrais für Reiter

Gesundheit | Julia Sandmann | 18.10.2016

In der klassischen Reitkunst ist unser Ziel, das Pferd durch korrekte Gymnastizierung möglichst lange gesund und reitbar zu erhalten. Über eine gute Ausbildung hinaus, erhält das Pferd im besten Falle regelmäßig jegliche Art von Behandlung und Therapie, eine passende Ausrüstung, Hufbearbeitung, etc., um dem oben genannten Ziel möglichst nahe zu kommen - aber was tun wir Reiter für unseren Körper, mit dem wir unser Pferd regelmäßig konfrontieren?

Fellwechsel beim Pferd – ein „Kraftakt“ für den Organismus

Die Nächte werden kälter und die Tage kürzer. Ein deutliches Zeichen für den Biorhythmus der Pferde ihr Sommerfell zu verlieren. Die kurzen, glatten Sommerhaare werden abgestoßen und durch zunächst kurze Winterhaare ersetzt. Nach und nach werden diese Haare länger und es bildet sich ein zweischichtiger Pelz aus langen Oberhaaren und plüschigen Unterhaaren. Erst im Laufe des Dezembers erreicht das Winterfell seine endgültige Ausprägung.

Fohlen absetzen

Gesundheit | Stephanie Siekmann | Magazin Hofreitschule 3-2014

Das Absetzen ist ein entscheidender Schritt im Leben eines Pferdes. Für Stute und Fohlen ist diese Trennung mit Stress verbunden. Doch welche Methode ist nun die beste? Die schnelle, vollständige Trennung von Mutter und Kind? Oder das allmähliche Separieren? Und wie wird ein Fohlen anschließend optimal gefüttert und untergebracht?

"Sandkolik" beim Pferd

In den letzte Jahren hat die Haltung der Pferde eine sehr artgerechte Tendez angenommen. Nicht nur Freizeitpferde erhalten ganzjährig Auslauf auf Weiden oder Paddocks, auch Sportpferden wird zunehmend Freilauf ermöglicht. Durch diese Haltungsänderung treten jedoch in Schleswig-Holstein "Sandkoliken" immer häufiger auf.

„Da ist doch der Wurm drin“

Das Pferd magert ab, ist appetitlos und das Fell ganz stumpf. Die Diagnose: Würmer. Tierärzte und Pferdebesitzer haben den scheinbar lästigen Darmbewohnern längst den Kampf angesagt. Vier mal im Jahr wird meist prophylaktisch entwurmt. Doch ein geringer Wurmbefall ist für das Pferd nicht gesundheitsschädigend und fördert das Immunsystem. Wer nicht immer sofort zur Chemiekeule greifen möchte und eine gesunde Menge der Endoparasiten im Pferd erhalten möchte, der kann zur Methode der Zeitgemäßen (Selektive) Entwurmung greifen.

Gesetzesänderung zum Einäschern von Pferden 

Der Abschied vom geliebten Pferd- ein Thema, das schwer fällt. Doch was passiert, wenn es soweit ist? Was wird aus den sterblichen Überresten unserer jahrelangen Begleiter? Die Verarbeitung zu Tiermehl, Schmierfett oder Dünger scheint manch einem Reiter nicht die angemessene Art, Abschied zu nehmen. Nun hat die Bundesregierung den Weg frei gemacht, für einen Lebensende mit etwas mehr Würde und Respekt: Ab dem 12. Februar 2017 ist das Einäschern von Pferden in Tierkrematorien laut einer Gesetzesänderung in Deutschland erlaubt.

Hufeisen aus Kupfer

Gesundheit

Innovation könnte revolutionär sein
Hufbeschlag ist ein heißes Eisen, und ständig werden neue Materialien ausprobiert, die dem Pferdehuf Komfort und Sicherheit bieten sollen. Die neueste Innovation auf diesem Gebiet wendet sich dem ältesten Metall zu, mit dem der Mensch je gearbeitet hat: Kupfer.