Erhöhtes Augenkrebs-Risiko bei drei weiteren Pferderassen entdeckt

Augenkrebs-Risiko bei Pferden

Forscher der Universität von Kalifornien in Davis in (USA) konnten nach langjährigen Studien einen genetischen Risikofaktor für das equine Plattenepithelkarzinom (PET, engl. squamos cell carcinoma, SCC) schon vor einiger Zeit nachweisen – nämlich das DNA-bindende Protein DDB2 als rezessiven genetischen Risikofaktor und wesentlichen Auslöser für Augenkrebs in der Haflinger-Rasse.

Zeitgleich wurde ein Screening-Test entwickeln, mit dem man das Gen nachweisen kann, das für diese Prädisposition verantwortlich ist. Der Test kann sowohl Pferdebesitzern als auch Tierärzten dabei helfen, Pferde mit einem höheren Krebsrisiko zu identifizieren. Eine frühe Erkennung der Krankheit ermöglicht besseren Heilungschancen für die betroffenen Tiere und kann eine wertvolle Entscheidungshilfe für Züchter sein, um Anpaarungen von Tieren mit hohem Risikofaktor zu vermeiden.

In weiteren Untersuchungen konnte auch für das Belgische Kaltblut (Belgian Draft Horse) und für das Rocky Mountain Pferd dieser genetische Risikofaktor nachgewiesen werden. Nun haben Wissenschaftler der Universität von Kalifornien gemeinsam mit Kollegen der Universität von Illinois diese genetische Prädisposition für das Plattenepithelkarzinom auch bei drei weiteren Pferderassen nachgewiesen – nämlich beim Holsteiner, beim Belgischen Warmblut und beim Connemara-Pony. Dabei zeigte sich, dass die genetische Disposition für das Plattenepithelkarzinom bei Holsteinern und belgischen Warmblütern nur gering ausgeprägt war – bei Connemara-Ponys aber erheblich höher lag.

Mehr zur Studie „DDB2 Genetic Risk Factor for Ocular Squamous Cell Carcinoma Identified in Three Additional Horse Breeds" hier

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