Gesetzesänderung zum Einäschern von Pferden 

Der Abschied vom geliebten Pferd- ein Thema, das schwer fällt. Doch was passiert, wenn es soweit ist? Was wird aus den sterblichen Überresten unserer jahrelangen Begleiter? Die Verarbeitung zu Tiermehl, Schmierfett oder Dünger scheint manch einem Reiter nicht die angemessene Art, Abschied zu nehmen. Nun hat die Bundesregierung den Weg frei gemacht, für einen Lebensende mit etwas mehr Würde und Respekt: Ab dem 12. Februar 2017 ist das Einäschern von Pferden in Tierkrematorien laut einer Gesetzesänderung in Deutschland erlaubt.

Bisher mussten Besitzer ihre Tiere hierfür über die Grenze in die Niederlande, Dänemark oder die Schweiz bringen. Mit § 4, Abs. 2 des Gesetzes zur Änderung des Tierische Nebenprodukte-Beseitigungsgesetzes und zur Änderung des BVL-Gesetzes findet dies ein Ende und Pferdebesitzer können die Einäscherung des Vierbeiners bei der zuständigen Behörde beantragen. Die Kosten für die Einäscherung belaufen sich vermutlich auf 1000 bis 1500 Euro. Dennoch nimmt die Beschlussempfehlung des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft an, dass jährlich etwa fünf Prozent der 46 000 Pferdehalter von diesem Recht Gebrauch machen. Einziges Problem: Bisher existieren in Deutschland keine Krematorien, die Pferde unzerteilt verbrennen können.

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