Gift von Ahorn-Samen in Stutenmilch nachgewiesen

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Im Südwesten Deutschlands musste nun eine Fohlen eingeschläfert werden, nachdem es über die Muttermilch den Giftstoff HGA aufgenommen hatte. Schuld daran sind die Samen und Sämlingen des Berg-Ahorns, in denen dieser Stoff enthalten ist. Sie verursachen die Atypische Weidemyopathie der Pferde. Dass das Gift auch über die Muttermilch aufgenommen werden kann, bestätigt jetzt ein deutsches Wissenschaftlerteam. Proben der Stutenmilch, die zwei Tage nach dem Tod des Fohlens entnommen wurden, wiesen eindeutig Spuren der Toxine auf.

Das Fohlen und seine Mutter waren beide schwach und teilnahmslos, weshalb acht Tage nach der Geburt ein Tierarzt gerufen wurde. Der Urin beider Tiere wurde als dunkelbraun beschrieben, was deutlich auf eine atypische Myopathie (AM) hinwies. Eine Blutprobe der Stute, die stark erhöhte AM-Marker zeigte, bestätigte schließlich diese Diagnose. Während die Stute auf die sofort eingeleitete Behandlung gut ansprach und sich erholte, blieb der Zustand des Fohlens so schlecht, dass der behandelnde Tierarzt es einschläfern musste.

 

In der Nähe der Weide standen Bergahorn-Bäume, dessen Samen und Sämlinge für den plötzlichen Tod des Fohlens verantwortlich waren.

 

Atypische Weidemyopathie der Pferde

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