Umweltministerin von Rheinland-Pfalz ruft Pferdehalter zur Impfung gegen West-Nil-Virus auf

„Schützen Sie Ihre Tiere vor einer Erkrankung mit dem West-Nil-Virus durch eine rechtzeitige Impfung noch vor Ende April, ehe die Mücken-Saison beginnt“, so der Appell von Umweltministerin Ulrike Höfken an alle Halterinnen und Halter von Ponys, Pferden und Equiden. Die Impfung sei vor allem dann dringend anzuraten, wenn man mit seinen Tieren unterwegs sein möchte, etwa zu Turnieren – so das Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz in einer offiziellen Aussendung.

Mit dem West-Nil-Virus infizierte Pferde entwickeln in der überwiegenden Zahl der Fälle keinerlei Krankheitssymptome, bei einigen Tieren können jedoch deutliche Ausfallerscheinungen auftreten, die in bis zu 20 Prozent der Fälle mit lebenslangen neurologischen Schäden verbunden sein können. In etwa 22 bis 44 Prozent der Fälle endet der Verlauf tödlich. Nach Ausbruch der Erkrankung ist lediglich eine symptomatische Behandlung der Tiere möglich.

Die bisher in Deutschland aufgetretenen Infektionsfälle betreffen bislang vor allem die Bundesländern im Osten des Landes wie Berlin, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Einzelne Fälle sind in Hhüringen und Hamburg bekannt.

Insgesamt wurden seit dem ersten Fall Mitte 2018 in Deutschland rund 100 Nachweise von West-Nil-Virus gemeldet, davon über 35 Prozent bei Pferden, am meisten davon betroffen sind Vögel. Seit Ende 2019 gibt es auch die ersten Fälle, bei denen Menschen an dem Virus erkrankt sind. Bei Vögel und Pferden besteht eine Anzeigepflicht nach Tierseuchenrecht. Beim Menschen besteht eine Meldepflicht nach dem Infektionsschutzgesetz.