Historische Reitkostüme

Historische ReitkostümeHistorische Reitkostüme von Susanne Wilsmann / Fotos: Christiane Slavig

Wissenwertes | SM | 03.03.2018

Jede Reitweise hat nicht nur ihren ureigenen Stil, sondern auch ihre eigene Mode. Und dabei kann vor allem die barocke Reitweise glänzen. Schließlich besitzt kaum eine andere Form der Reiterei so prächtige Outfits, dass sie so manchem Betrachter die Sprache verschlagen.

Die Anhänger der klassisch-barocken Reitweise finden heute ein breites Repertoire für ihren ganz besonderen Kleiderschrank: Barockkleider zum Dahinschmelzen, bestickte Westen, auf Figur geschneiderte Damensattelkleider und Reitröcke mit Schärpen. Natürlich gibt es auch historische Reituniformen und iberische Reitbekleidung für den stilechten Auftritt mit dem Andalusier.

Wer sich der Reiterei als Kunst, also um seiner selbst Willen und zum Wohle des Pferdes verschrieben hat, trifft früher oder später auf den Namen „Wilsmann Design“ in Hövelhof.

Im Jahre 1986 gründete Susanne Wilsmann gemeinsam mit Ihrem Mann Hubert Wilsmann die heute international bekannte Schneidermanufaktur für historische und individuelle Reitbekleidung. Bis heute fertigen Sie Kleiderträume auf höchstem Niveau. Susanne Wilsmann hat selbst viele Jahrzehnte Reit- und Showerfahrung im Sattel ihrer Lusitanohengste gesammelt und weiß somit, worauf es bei einem Reitkostüm ankommt. Welche Technik und Elemente man verarbeiten und anwenden muss, damit der Reiter sich wohl und das Pferd sich nicht gestört fühlt.

Ca. zehn Jahre lang entwarf und schneiderte Susanne Wilsmann alleine in ihrem Atelier, doch irgendwann war es so nicht mehr zu schaffen, es wurden Mitarbeiter nötig.

Die Kundenakquise, Beratung, Entwürfe und Schnitte macht die Chefin aber bis heute selbst. Denn die Schnittführung, die Passform, die speziellen hochwertigen Materialien und Accessoires, aber auch die Farb- und Stilberatung machen das Besondere an Wilsmann Design aus.

Zudem wird nach freien Entwürfen gefertigt. Das heißt, der Kunde kann mitgestalten und der Entwurf wird vor seinen Augen gezeichnet. Durchaus wird sich, wenn gewünscht, an historischen Vorlagen orientiert, aber das Endprodukt ist dann letztlich ein echter Wilsmann, den man weltweit sofort erkennt.

Alle Reitkostüme sind individuelle Einzelstücke, auf die jeweilige Person zugeschnitten und maßgeschneidert.

Das Besondere steckt wie immer im Detail. Durch Wilsmann Design wurden erstmals verdeckte Reißverschlüsse, „Two in One“ Lösungen, also fest eingearbeitete Westenteile, in historische Reitkleidung eingearbeitet. Dressurfräcke der FN erhielten Stehkrägen und eine historisch anmutende Silhouette. Hüte, Plastrons, Schirme, Satteldecken entwirft Susanne Wilsmann selbst und gibt ihnen die besondere Note. Sie hat Techniken aus dem klassischen Ballett und Theater sowie der normalen Gebrauchsreiterei und auch eigene Ideen in ihre Kreationen eingearbeitet, um die Funktionalität, aber auch die Sicherheit unsichtbar zu erhöhen, so dass sowohl ihre historischen Kreationen, als auch ihre aktuelle Reitmode den heutigen Ansprüchen genügen.

Damensattelkleider und Reitröcke

Besonders im Bereich der Damensattelreiterei, die ihr vor allem am Herzen liegt, da diese eigentlich der Ursprung ihrer Geschäftsgründung war, hat sie viele Neuerungen in ihre Roben, speziell in Reitröcke und Hosenröcke, eingebracht. Gerade hier gilt für sie immer noch die Devise:

 

Ein Reitkostüm muss dezent, zurückhaltend, aber hochwertig bis ins Detail sein. Es muss die Schönheit des Pferdes und die Reitkunst untermalen und das Gesamtbild im Perfektion abrunden und nicht umgekehrt.

So gehören offene Haare, tiefe Dekolletés , alte Spitzenbrautkleider oder wilde Kostümkreationen, die oft vier und mehr Stilrichtungen in sich tragen und oft die Pferde in Kostümwolken verschwinden lassen, nicht in den Damensattel, wenn man das Reiten im Seitwärtssitz als Reitweise ernst nimmt. Die meisten ihrer Kunden nehmen dieses sehr ernst. Z.B. Anja Beran (München), Marisol Lopes (Spanien), Lusa Valenca (Portugal), Irene Raab Hinrichs, Richard Hinrichs (Hannover), Sylvie Wilms (Belgien), Annette Kramer, Nadine u. Hugo Fereira, Melanie Enk, Steve Maw (USA), Rebecca und Andrea Budde, Brigitte Bitterly (Schweiz), Juan Mancera und Susanne Reich (Spanien/Andalusien), Kenzy Dyslie (Spanien), Lorenzo (Frankreich) – um nur einige zu nennen.

 

Besonders stolz ist Susanne Wilsmann auf diese Neuerung:

Seit dem 1. Februar 2018 wird unsere Schneidermanufaktur durch ein neues, junges Schneiderteam unterstützt. Die neuen Mitarbeiter sind gut ausgebildet und brennen vor Tatendrang! Sie kommen direkt von der Modeschule, haben aber auch Theater-Schneidererfahrung – und ganz wichtig: sie sind selbst passionierte Reiterinnen. Natürlich bleibt unser in 30 Jahren aufgebautes Label in seiner gewohnten Art erhalten, aber die „Jungen“ werden sich gut mit einbringen und vieles sicher noch verbessern, denn sie haben eine komplett andere Herangehensweise und das ist jetzt schon fantastisch. Es bleibt also spannend!“

 

Weitere Infos gibt es unter www.wilsmann.de oder unter Facebook: Wilsmann Design oder wohnen unter Palmen in NRW – natürlich auch unter Tel. 05257/1393

Hat ihnen dieser Bericht gefallen?

Konnten sie daraus neue Einsichten gewinnen? Wenn ja, dann würden wir uns freuen, wenn sie den Fortbestand unseres Magazins durch eine Spende sichern.


Spenden Sie uns eine Tasse Kaffee!