Neuer Hufbeschlag alle vier bis sechs Wochen

Foto: Privat

Gesundheit | CB | 16.01.2018

Schon seit der Antike gibt es eiserne Hufeisen, welche die Hufe der Pferde vor frühzeitiger Abnutzung des natürlichen Hornes schützen. Auf Grund von Beobachtungen und Erfahrungen wissen wir, dass alle vier bis sechs Wochen der Hufbeschlag erneuert werden muß. Die Wissenschaftlerin Kirsty Lesnaik vom Hartpury College University Center hat jetzt im Rahmen eines Forschungsprojekts ergründet warum das so ist und was genau in diesem Zeitraum im Huf passiert.

In dieser Studie wurden 17 Huflängen und Winkelmaße von 26 überwiegend aufgestallten Reitpferden von unterschiedlicher Rasse, Altersgruppe und Größe festgehalten und über den Zeitraum einer vier- bis sechswöchigen Wachstumsperiode verglichen.

 

Je länger der Abstand zwischen Ausschneiden oder Beschlag, umso länger wunde die Zehe in Relation zum Ballen. Durch diesen veränderten Winkel kommt mehr Körpergewicht auf den hinteren Teil des Hufes und den Ballen. Dies kann zu Veränderungen in der Hufkonstruktion und Form der Gliedmaße führen. Dazu kommt die steigende hintere Belastung und somit der steigende Zug auf die tiefe Beugesehne, welche sich auf die Lamellenverbindung des äußersten Zehenglieds überträgt. Je höher der Zug, um so höher steigt auch das Verletzungsrisiko an.

Die Ergebnisse zeigen, dass ein regelmäßiges Hufbeschlagsintervall von nicht mehr als sechs Wochen eine übermäßige Belastung der Strukturen im Huf verhindern kann, wodurch das langfristige Verletzungsrisiko durch übermäßige Belastung bei Reitpferden reduziert wird.


 

Zur Studie

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