Pferde und Fürsten

Stallhof Dresden, Bronzesäulen für ReiterspieleStallhof Dresden, Bronzesäulen für Reiterspiele (Ringstechen), entworfen von Giovanni Maria Nosseni, 1601 / Foto: © Magdalena Bayreuther

Alte Meister | Magdalena Bayreuther / 04.09.2017

"Eine wohlbestellte Reitbahn hat immer etwas Imposantes [...]. Warum denn auch eine Reitbahn so wohltätig auf den Verständigen wirkt, ist, daß man hier, vielleicht einzig in der Welt, die zweckmäßige Beschränkung der Tat, die Verbannung aller Willkür, ja des Zufalls mit Augen schaut und mit dem Geiste begreift. Menschen und Tiere verschmelzen hier dergestalt in Eins, daß man nicht zu sagen wüßte, wer denn eigentlich den anderen erzieht."

Mit diesen Worten beschreibt Johann Wolfgang von Goethe die Eindrücke, die er bei einem Besuch der Göttinger Reitbahn im Jahr 1801 aufnahm und die treffend das hohe Erziehungspotenzial und den ästhetischen Anspruch der zeitgenössischen Reitkunst charakterisieren.

Reitausbildung auf der Bildungsreise

Nachdem die jungen Fürstensöhne am Hof unter Anleitung des hofeigenen Bereiters die Grundzüge des Reitens verinnerlicht hatten, erfolgte die weitere Ausbildung, die anspruchsvollere Lektionen beinhaltete, auf der Bildungsreise – vorausgesetzt, sie hatten das entsprechende Alter und die Reife dafür. Die Reise gliederte sich zumeist in einen längeren Aufenthalt an einem namhaften Ort mit Ritterakademie oder Universität im Ausland, an dem die Prinzen nach einem geregelten Stundenplan Unterricht in verschiedenen Fächern und in den ritterlichen Übungen erhielten, und in eine daran anschließende Kavalierstour, die durch den Besuch fremder Höfe die jeweiligen Umgangsformen und das Zeremoniell näherbringen sowie die Prinzen bei ausländischen Herrschern bekannt machen sollte, was angesichts des autonomen Status der zahlreichen Territorialstaaten des Reiches, die außenpolitisch relativ unabhängig waren, Sinn ergab.

 

Die Bildungsreise „diente der sozialen Distinktion, nach unten, aber auch gegenüber den Standesgenossen“ und war in ihrer Eigenschaft als „Karriere-Fundament“ in der adligen bzw. höfischen Gesellschaft und deren „ununterbrochenem Wettbewerb des Rangs“ ein Grund für hohe finanzielle Investitionen der Familien. Nicht ausschließlich der Kompetenzerwerb war dabei wichtig, sondern auch der Aspekt der symbolischen Abgrenzung. Zeitgenössisch auf den Punkt gebracht wurde dies mit der Formel: Mobiliora, nobiliora! Je beweglicher / ie Edler! Dies wiederum spannt den Bogen zur klassischen Reitkunst, in der Pferd und Reiter ein hohes Maß an geistiger und körperlicher Beweglichkeit abverlangt wurde.

 

Ritterakademien und Universitäten

Der Reitunterricht besaß auf den Ritterakademien einen hohen Stellenwert innerhalb des Curriculums und für die Reputation der Akademie. Nach Daniel Roche vollbrachte sie die Leistung, die soziale Gruppe des Adels „aux chevaux et à la culture équestre“ zu vereinigen. Dies lag darin begründet, dass die erste Ritterakademie 1594 in Paris von einem Reitmeister gegründet worden war, einem Schüler des berühmten neapolitanischen Reitmeisters Pignatelli, Antoine de Pluvinel. Sie war die Antwort auf eine Debatte in Frankreich im letzten Viertel des 16. Jahrhunderts, die eine neu strukturierte Erziehung für junge Adlige forderte. Sie sollte sowohl einen Teil des auf den Universitäten gelehrten Fächerkanons als auch kriegs- und hofrelevante praktische Techniken, vor allem das Exerzitien-Trio aus Reiten, Fechten und Tanzen, erweitert um Mathematik und Fortifikationskunde für den Krieg, beinhalten. Gründe hierfür waren das Aufkommen des universitär gebildeten französischen Amtsadels und der wachsende bürokratische Apparat des Staates, der dem alteingesessenen Adel am Königshof und in der Gesellschaft Konkurrenz machte. In Paris und im ganzen Land folgten nach Pluvinels Akademiegründung zahlreiche weitere adlige Erziehungseinrichtungen, die von Reitmeistern etabliert wurden. Dies erfüllte eine von François de La Noue (1531–1591) in seinen „Discours politiques et militaires“ (Basel 1587) formulierte Forderung, wonach die Auslandreisen der jungen französischen Adligen, vor allem nach Italien, vollkommen unnötig wären, wenn es gleichwertige Bildungseinrichtungen auch in Frankreich gäbe. Im deutschsprachigen Raum wurde – wie in anderen europäischen Ländern – die Entwicklung der französischen Ritterakademien bemerkt, positiv begutachtet und schließlich adaptiert.

Die neu gegründeten Akademien Frankreichs waren eine private und nicht vom Staat finanzierte Antwort auf die Forderungen nach neuen adligen Erziehungseinrichtungen. Allerdings wurden Ritterakademien während ihrer Blütezeit von 1600 bis 1680 nicht mehr nur von Reitmeistern eingerichtet, sondern auch per königlicher Order, durch Städte oder Ritterorden, durch Provinzialverwalter oder ohne jegliche Autorisation. Zwei der frühen Gründungen, die Reitakademie in Saumur unter dem Schutz von Duplessis-Mornay (um 1600) und diejenige von Sedan unter dem Herzog von Bouillon (1613), waren vor allem bei jungen Adligen aus protestantischen Herkunftsorten beliebt. Saumur hatte wegen der Qualität des Unterrichts in den Exerzitien, vor allem des Reitens, einen hervorragenden Ruf, der sogar besser als die Reputation von Pariser Reitschulen war. Zusätzlich war der Unterricht dort günstiger, was vor allem für weniger bemittelte Adlige von Vorteil war.

In diesem Punkt, beim ökonomischen Kapital, setzte die Abgrenzung zu anderen Gesellschaftsschichten bzw. innerhalb des Adels an. Vor allem die Pariser Ritterakademien waren teuer und somit nur für ein hochadliges Publikum zugänglich. In der Mitte des 17. Jahrhunderts betrugen die jährlichen Kosten für einen Internatsschüler auf einer Akademie in Paris 1500 livres – beispielsweise an der Akademie des Reitmeisters Delcampe –, bei Tagesschülern immerhin noch 500 livres. Bereits auf der Akademie von Antoine de Pluvinel waren zu Beginn des Jahrhunderts 1000 livres jährlich zu bezahlen, und der Reitmeister Beauplan verlangte in den 1620er Jahren sogar 500 livres pro Quartal. Desgleichen waren die Unterrichtsstunden in den Exerzitien teuer, auch wenn sie insgesamt an den Kosten für die Bildungsreise einen vergleichsweise kleinen Anteil bildeten: Die Aufwendungen für den gesamten Unterricht auf der Prinzenreise der ansbachischen Prinzen Christian Albrecht und Georg Friedrich von 1690 bis 1692 in die Niederlande und nach England betrugen nur 6%. In den 1690er Jahren zahlten die beiden Gothaer Prinzen an der Akademie von Monsieur de la Valle in Paris monatlich 177 fl. und der Prinz von Hessen-Kassel gut 79 fl. für den Reitunterricht. Zusätzlich war die Anschaffung der Reitkleidung, die der neuesten Mode entsprechen sollte, zu berücksichtigen. Weniger bemittelte Adlige wie die fränkischen Freiherrensöhne Fuchs von Bimbach mussten darauf achten, dass sie eine Reitschule ohne Aufnahmegebühr fanden. 1685 konnte ihr Hofmeister aus Paris nach Franken vermelden, dass die beiden Söhne allen Exerzitien nachkommen könnten, vor allem, da sie bey Mons. Berenhardi das reithen ohne entrée erhalten hatten.

Um ihre Attraktivität für Adel und Bürgertum zu steigern, richteten auch die Universitäten vermehrt Reitbahnen ein und boten Reitunterricht als (freiwilligen) Teil des Curriculums an, was für die Ritterakademien große Konkurrenz bedeutete und negative Folgen für sie hatte. 1607 entstand in Gießen die erste offene Universitätsreitbahn. Im 18. Jahrhundert schließlich gab es an fast allen Universitäten die Möglichkeit, die Reitkunst zu erlernen. Teilweise waren die studiosi artus equitandi gleichberechtigt neben den Studenten der anderen Fakultäten. Folglich gab es auf der 1743 gegründeten, aus der Bayreuther Friedrichsakademie hervorgegangenen Universität in Erlangen von Anfang an eine Universitätsreitbahn, für die als eines der ersten Universitätsgebäude ein Reithaus errichtet wurde. Bereits auf der 1701 von Christoph Adam Groß von Trockau gegründeten, aber bereits 1741 wieder geschlossenen Erlanger Ritterakademie war Unterricht im Reiten angeboten worden.

Ähnlich den ersten Ritterakademien in Frankreich, die Privatinitiativen diverser Reitmeister waren, wurden auch die Universitätsreitbahnen größtenteils privat betrieben. In Erlangen wurden dem Universitätsstallmeister lediglich ein Grundgehalt und die Räumlichkeiten (Wohnung, Stall, Reitbahn) von der Universität zur Verfügung gestellt, damit er offiziell der Universität gegenüber weisungsgebunden blieb und Streitigkeiten vermieden wurden, ansonsten musste das Einkommen durch die Einnahmen des Reitunterrichts (Scholarengeld) erwirtschaftet werden. Daneben gab es Unterstützung von fürstlicher Seite. Michael Oberreuther, der erste Stallmeister in Erlangen, bekam Futter aus markgräflichen Mitteln für drei Pferde gestellt, die anfänglich im Erlanger Marstall untergebracht waren. Neben den ersten drei Tieren stellte Markgraf Friedrich auf Nachfrage weitere drei Pferde aus seinem Bayreuther Stall zur Verfügung. Die laufenden Kosten der Universitätsreitbahn wurden zwischen fürstlicher und universitärer Kasse aufgeteilt: Die zwei Knechte des späteren Universitätsstallmeisters Mackeldey wurden von der fürstlichen Kammer besoldet und mit Livreen ausgestattet, ebenso wie das Futter, die Hufbeschlagskosten und die Aufwendungen für Reit- und Pflegezubehör aus der fürstlichen Kasse kamen. Die Unterhaltung des Reithauses oblag dagegen der Universität. Der Universitätsstallmeister selbst unterstand zwei Autoritäten: Er war, ebenso wie die anderen Exerzitienmeister, direkt der Universität unterstellt, bezüglich der ihm anvertrauten Pferde musste er sich allerdings gegenüber dem fürstlichen Oberstallmeisteramt verantworten.

Der Reitunterricht auf den Akademie- und Universitätsreitbahnen hatte allgemein den Anspruch, die klassische Reitkunst mit anspruchsvollen Lektionen der Hohen Schule zu vermitteln. Vor allem auf den Ritterakademien wurde ausdrücklich auf einem Vorwissen aufgebaut und auf fortgeschrittenem Niveau der Reitkunst unterrichtet. „Riding lessons“, so Mark Motley, „had the place of honor in the academie’s curriculum“ und richteten sich nach den Grundsätzen, die Antoine de Pluvinel in seinem Werk „Le Maneige Royal“ seinem Schüler, dem späteren französischen König Ludwig XIII., beibrachte: Hier kam es darauf an „to master both the posture and physical coordination required for a graceful appearance while at the same time developing the understanding and judgment of horses and equestrian technique necessary to maintain this ‘grace’ while riding.” Da die hohe Reitkunst durch ihren Schwierigkeitsgrad regelmäßige Übung erforderte, wurden die Reitschulen mehrmals wöchentlich bzw. fast täglich bis auf die Feier- und Ruhetage besucht, wie aus überlieferten Stundenplänen hervorgeht. Prinzen, die selbst oder deren Väter besonderen Wert auf den Reitunterricht legten, ritten bis zu vier Stunden am Stück täglich. Auch auf der Universität konnten regelmäßig Reitstunden absolviert werden. In Erlangen gab der Stallmeister Georg Mackeldey drei Mal wöchentlich Lektionen.

Weiterhin übten sich die Studenten in Reiterwettkämpfen, allen voran im Ringstechen, das regelmäßig auf dem Stundenplan stand und während eigens veranstalteter Karusselle demonstriert werden konnte. Eine Werbeschrift für die 1678 gegründete berühmte Academia Reale di Savoia in Turin beschreibt neben anderen Lehrinhalten die angebotenen reiterlichen Geschicklichkeitsspiele, die die Bedeutung des Reitens im akademischen Curriculum unterstreichen: Man lernt hier aufs Pferd zu steigen, auf die Sarazenen zu laufen, auf die Ringe und auf die Monsterköpfe, den Tanz, die Waffengänge, das Voltegieren, die Handhabung der Waffen, die militärischen Exerzitien, die Mathematik, & das Zeichnen. Als die Karusselle an den europäischen Fürstenhöfen ihre Popularität verloren, wurden sie weiterhin auf den Universitätsreitbahnen gepflegt. Auf der Reitbahn der Universität Erlangen wurde noch in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts einmal wöchentlich Karussell mit Ringstechen und anderen Reiterspielen gehalten.

Wenn eine Ritterakademie oder eine Universität keinen Reitunterricht anbieten konnte, bestand die Gefahr, dass sie erheblich an Attraktivität verlor. Als an der Erlanger Universität im Frühjahr 1746 der Stallmeister Michael Oberreuther verstorben war und der Unterricht mehrere Monate ausfiel, wandte sich die Universitätsleitung an Markgraf Friedrich mit der Bitte um Ersatz, da vor allem die hier studirende noblesse [...] der Bestellung eines neuen Stallmeisters mit gröstem Verlangen entgegen sah. Eine ungenügend ausgestattete Reitbahn konnte dazu führen, auf der Bildungsreise die Einrichtung bzw. die Stadt zu wechseln, wie beispielsweise in Utrecht Anfang der 1690er Jahre. Die dortige Reitschule wurde gerade – unter anderem durch den Bau eines neuen Reithauses – umstrukturiert und konnte die gewohnte Lehrqualität nicht mehr bieten, so dass viele Adlige nach Den Haag umzogen. Der Hofmeister der Ansbacher Prinzen Christian Albrecht und Georg Friedrich berichtete 1690 über diesen Qualitätsverlust an deren Vormund. Er habe in Utrecht in den Exercitiis einen großen Mangel befunden und vor allem war die Reitschul mit einem nicht sehr habilen Bereiter und dabey schlechten und rohen Pferden versehen.

Gut ausgebildete Pferde und kompetente Reitlehrer waren die Grundlage für den Ruf einer Reitbahn und demnach wichtig für die allgemeine Reputation der Akademie oder Universität. Dabei hatte zum einen die Nationalität der Reitmeister Einfluss auf ihre Bewertung. Karl Eusebius von Liechtenstein führte dabei ästhetische Kriterien an, indem er den italienischen Bereitern vorwarf, sie säßen gar schandtlich zu ross, ohne gestreckten schenckl und ferschen, noch geraden leib und würden ihre Positur nicht geschmeidig an die Bewegungen des Pferdes in den verschiedenen Lektionen anpassen. Außerdem wären ihnen die schenen und subtilen schulen – damit waren vor allem die Schulen über der Erde gemeint – nicht besonders wichtig. Dagegen bevorzugte und lobte er die Reitkunst der Franzosen, die höchst zierlichkeit in dergleichen wollen und suchen. Ferner hing das Ansehen eines Reitlehrers von seiner Reputation in der Gesellschaft und bei Hofe ab. Pluvinel hatte dahingehend einen herausragenden Ruf, da er als Reitlehrer des französischen Thronfolgers und durch zahlreiche Hofämter auf sein tiefes Wissen um die standesgemäßen Umgangsformen im höfischen Lebensstil verweisen konnte. Auch im deutschsprachigen Raum erlangten Reitlehrer von Bildungseinrichtungen weithin Bekanntheit, wie der Stallmeister Johann Heinrich Ayrer (1732–1817) von der Göttinger Universitätsreitbahn. Sie war eine Sehenswürdigkeit der Stadt, da dort unter anderem zahlreiche weißgeborene Pferde aus fürstlich-hannoverscher Zucht zur Verfügung standen. Ayrer war auch am Bamberger Hof bekannt. Im Bereich der fränkischen Akademien und Universitäten besaß der Bereiter Johann Georg Mackeldey durch langjährige Erfahrung auf Adels- und Universitätsreitschulen eine besondere Reputation. Dies lässt sich an dem Umstand erkennen, dass der aus Berlin angereiste Graf von Bickler ihn 1767 zu überzeugen versuchte, als königlicher Stallmeister an den preußischen Hof zu kommen.

Daneben musste eine ausreichende Anzahl Schulpferde für die Reitschüler zur Verfügung stehen, denn beim frühneuzeitlichen Reitunterricht war es üblich, während einer Reitstunde mehrere Pferde zu reiten, wobei eine höhere Anzahl reputationsfördernd für den Reitschüler war. An der Turiner Akademie konnten in den 1680er Jahren vier bis fünf Tiere pro Stunde geritten werden. Wenn die jungen Grafen von Dernath nur drei Pferde reiten konnten, da ihnen nur ein Diener zum Auf- und Absatteln zur Verfügung stand, und es auch nicht half, sich bereits um vier Uhr früh auf die Bahn zu begeben, wurden sie von den anderen adligen Reitschülern deshalb mit Spott bedacht und stellten zur Erhaltung ihrer Ehre zwangsweise – ohne Erlaubnis der Eltern oder des Hofmeisters – einen weiteren Diener ein.

Darüber hinaus mussten die Schulpferde zumindest teilweise das Niveau der Hohen Schule erreicht haben. Als der erste Stallmeister der Universität Erlangen, Michael Oberreuther, 1743 auf Anfrage drei zusätzliche Pferde aus dem fürstlichen Marstall in Bayreuth bekam, bezweifelte er deren Eignung für den akademischen Reitbahnbetrieb. Nach einem Probereiten befand er, daß solche in specie der Dicmar und Springer nichts weniger als in einem dergl[eichen] exercitio tauglich seyn zumahlen der erstere buchlahm und engelländer niemalen in einem Reithauße gebrauchet werden können, der ander aber gar nicht mehr gehen viel weniger springen kan. Auch Nachfolger Johann Georg Mackeldey war mit einem qualitativ durchwachsenen Schulpferdebestand von zwölf Tieren in eigenem und aus bayreuthisch-fürstlichem Besitz ausgestattet. Einige der Pferde hatten Deformationen oder waren zur Schul nicht viel zu gebrauchen. Aber es gab auch einige hochwertigere Pferde. Mackeldey bezeichnete einen schwarzfalbenen, sechsjährigen Hengst als gut und einen fünf Jahre alten Schwarzschimmel-Wallach als prav Pferd. Auch zwei weitere neunjährige Hengste waren gute Schulpferde. Der Universitätsstallmeister musste stets mit gut ausgebildeten Tieren versehen sein, denn bey Ermangelung hinlänglich tüchtiger Reit Pferdte konnte die Universitaets Reit-Bahne keineswegs empor kommen, da man dann auswärts den schlechten Zustandt derselben in Erfahrung bringt und folglich wenige Bemittelte sowohl adeli[gen] als bürgerl[ichen] Standtes die Universität besuchen würden.

Mit freundlicher Genehmigung des Ergon Verlages

Pferde und Fürsten

Autorin: Magdalena Bayreuther

ISBN: 978 – 3 – 95650 – 047 - 3
Preis: 48 Euro
Verlag: Ergon Verlag

 

 

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